«Ich stelle mir vor: das Bibbern der neu Eingelieferten, wenn sie zum ersten Mal die Geräusche des Irrenhauses wahrnehmen, Geräusche, die ihre ganze Welt bedeuten, so dass wenn sie als Freigänger ein Kind weinen hören oder das Bellen eines Hundes, das reine Läuten eines Glöckchens oder auch nur das Rascheln eines Rocks über einem Frauenbein, sie dort Wahn vermuten und den Tönen absonderliche Bedeutungen unterschieben müssen. Sie können gar nicht anders, denn die Verrückten sind doch nicht so verrückt, dass sie nicht zur Lautmalerei gezwungen wären, bis auf die wenigen Tauben, in deren Phantasien die Töne aber völlig fehlen, das heisst dort wird gesprochen, aber die Beteilligten bewegen die Lippen ohne Laute, Dinge fallen ebenfalls zu Boden, aber still wie Federn oder wie alles auf atmosphärelosen Planeten zu fallen pflegt: stumm. Nur die gehörlosen Idioten können das Klappern der Kaffeetassen und der Kuchenlöffel auf dem Tisch ertragen, wenn Sie von ihren Familien fürs Wochenende abgeholt werden. Sie belächeln das übergeschnappte Brutzeln des Sonntagsbratens im Ofen. Wenn sie überwältigt werden, schließen sie einfach die Augen.» 

#89. [Englische Version: “Contraption”, veröffentlicht in “ An Aotearoa Affair, Carnival 4: “Flash Across Borders”][Image: Goya, loco tras las rejas, 1824 (via Wikimedia)]

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